2022

 

 

26. September 2022
AHV21 wird mit hauchdünnem Mehr angenommen.
Demo organisiert von SP Frauen Schweiz und anderen Organiationen

vor dem Bahnhof Bern.
Die Anwesenden sind empört,  denn die Frauen haben anders als die Männer mehrheitlich Nein gestimmt, also ein klarer Geschlechtergraben. Konkret heisst dies, dass die Benachteiligungen der weiblichen Bevölkerung nicht ernst genommen werden.
SVF-ADF susise unterstützt die Demo und wird sich jetzt umso mehr für eine verbesserte, berufliche Vorsorge einsetzen. Wir bleiben dran!

 

25. September 2022   eidgenössische Abstimmung

Nein zu einer weiteren Benachteiligung! –
Nein zum höheren AHV-Rentenalter der Frauen!

Auch die NGO-Koordination post Beijing Schweiz , wo SVF-ADF Mitglied ist, lehnt die vorliegende AHV-Reform ab,. Denn damit wird die Alters-armut von Frauen noch weiter verschärft.  Zugleich bleiben drängende Probleme, wie die fehlende Lohngleichheit und die unbezahlte Care-Arbeit, ungelöst. Lesen Sie die
Medienmitteilung hier.

"Wir sagen Nein zu dieser verfrühten und unfairen AHV-Reform. Denn bevor eine Rentenaltererhöhung in Frage kommt, braucht es tatsächliche Gleichstellung in der Arbeitswelt.

Frauen sind im Rentenalter finanziell deutlich schlechter gestellt als Männer... Frauen arbeiten öfter aus familiären Gründen Teilzeit, häufiger in Tieflohnbranchen, leisten mehr unbezahlte Arbeit und verdienen jährlich rund 100 Milliarden weniger am Arbeitsmarkt als die Männer. Die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ein Steuermodell, das Zweitverdienende bestraft, verschärft die Situation weiter..." Hier geht es zur Medienkonferenz vom nationalen Frauenkomitee NEIN zur AHV21 und hier zur Website mit vielen Testimonials! SVF-ADF unterstützt dies vollumfänglich.

Trotz der in Verfassung und Gesetz verankerten Gleichstellung der Geschlechter sind die Frauen im Alltagsleben noch immer massiv benachteiligt.

Damit sich dies ändert, müssten die Männer genau so viel unbezahlte Haus- und Betreuungsarbeit wie die Frauen leisten, müssten bei der Gründung einer Familie  teilzeitlich statt vollzeitig erwerbstätig sein usw.… Leider bestehen jedoch alle üblichen patriarchalen Rollenstereotypen hartnäckig weiter – und da ist es eine masslose Frechheit, das AHV Rentenalter der Frauen zu erhöhen. Wie auch andere Frauenorganisationen sagt SVF-ADF Suisse NEIN dazu.

 

28. Juli 2022

Abschied von Judith Widmer-Straatman

Ehrenmitglied von SVF-ADF

"...Ein Leben für die Rechte der Frauen, für Gerechtigkeit. Geboren und aufgewachsen in Arnhem/NL, kam sie nach dem Krieg in die Schweiz, um sich zu erholen. Später machte sie hier Ferien, lernte den Architekten Heinz Widmer kennen, heiratete und blieb. Der Wermutstropfen: in Holland waren die Frauen seit 1913 stimm- und wahlberechtigt...."  schreibt Veronika Heller in ihrer Würdigungmehr hier.

 

 

Samstag, 18. Juni 2022 in Basel
öffentlicher Anlass von SVF-ADF suisse

Unsichtbare Stolpersteine für Frauen

Die Buchautorin Caroline Criado-Perez schreibt in ihrem Bestseller-Buch «Unsichtbare Frauen»

„Es geht um vermeintlich banale Dinge, die jedoch Frauen auf der ganzen Welt benachteiligen: etwa das Fehlen von sicheren Herden in Küchen, der mangelnde Zugang zu Toiletten, die Temperatur in Büroräumen, die Erprobung von Medikamenten vorwiegend an Männern…“

SVF-ADF hat Expertinnen aus der ganzen Schweiz eingeladen und geht der Sache auf den Grund. Denn genau hier liegen viele unsichtbare Stolpersteine für Frauen,siehe das ausführliche Programm hier!


An diesem anregenden Anlass zeigten Fachfrauen aus den verschiedensten Bereichen zeigten in ihren Referaten auf, wo überall die Frauen nicht wahr genommen werden, also schlicht unsichtbar sind..
Umso wichtiger, dass Frauen endlich sichtbar werden!

Die Reden sind von Moritz Willenegger (Ateliers am Rhein, Unterer Rheinweg 86, 4058 Basel) aufgezeichnet worden.

moritzwillenegger.ch
Hier geht es zum Film. Es lohnt sich!

Rednerinnen:

Prof. Dr. med. Dr. sc. nat. Cathérine Gebhard

Kardiologin und Professorin für Gendermedizin, Universität Zürich

Gendermedizin am Beispiel des Herzinfarktes: kleiner Unterschied mit grossen Folgen

 

Eva Herzog, Dr. phil., Ständerätin Basel-Stadt

und ehem. Finanzdirektorin

Mit verbesserter Datenlage Frauen sichtbar machen
(Motion im Ständerat 2020)

 

Ruth-Gaby Vermot-Mangold, Dr. phil., Präsidentin FriedensFrauen Weltweit und ehem. Nationalrätin

Aus kaputt Hoffnung schaffen?

 

Franziska Matter

Soziokulturelle Grünraumgestalterin, Umweltingenieurin. gelernte Gärtnerin

Raum einnehmen!

 

Sarah Blum

Députée au Grand Conseil neuchâtelois, Présidente du groupe Vert-Pop,

Enseignante d’allemand et d’histoire

Être une femme dans un Parlement majoritairement féminin

Beobachtungen von Gabriele Ewald, Psychotherapeutin und aktiv bei
SVF-ADF,

Seit Jahren fällt G.Ewald auf, dass bei vielem im Alltag immer von den Männern als Norm ausgegangen wird, und die Bedürfnisse der Frauen nicht beachtet werden. Sie hat dies alles gesammelt und ihre Notizen beim SVF-ADF Event auf der Wäscheleine aufgehängt, siehe hier!

Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF rückt in zwei neuen Publikationen junge Frauen* ins Rampenlicht.

In der Ausgabe 2022 der Fachzeitschrift "Frauenfragen" kommen Aktivistinnen zu Wort, die erklären, warum Feminismus, Klima, Anti-Gewalt, Black Lives Matter, sexuelle Gesundheit, Queer Rights oder Care-Arbeit für sie so wichtig sind. Darüber hinaus wird die Situation junger Frauen in der Schweiz anhand von Fakten und Zahlen beschrieben, die in einer umfangreichen Übersicht über die wissenschaftliche Literatur zusammengetragen wurden.

 

2. April 2022

Kundgebung für den Frieden in der Ukraine!

Wir sind zutiefst betroffen über die brutale Gewalt und die unsägliche Not in der Ukraine. Ein breites, überparteiliches Bündnis ruft auf zu dieser grossen Friedenskundgebung. Wir laden Sie herzlich ein, daran teilzunehmen.
Gefordert werden:

  • Frieden jetzt: Die Schweiz soll sich aktiv einsetzen für einen sofortigen Waffenstillstand und den vollständigen Abzug der russischen Truppen…
  • Hilfe für die Betroffenen: Humanitäre Unterstützung und Aufnahme von Flüchtenden, zusätzliche Unterstützung der Frauen, da sie wegen dem Krieg  durch sexualisierte Gewalt stark gefährdet sind....
  • Kein Geld für Putins Regime: Harte Sanktionen gegen das Putin…
  • Friedensförderung auch in Zukunft: Humanitäre Einsätze und eine aktive Friedenspolitik, siehe OSZE und UN-Charta . Weitere Infos hier.

 

5. Februar 2022

HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE!

Judith Widmer-Straatman feiert ihren 100. Geburtstag.

Wir gratuliren unserem Ehrenmitglied ganz herzlich zu diesem ganz speziellen Fest. Denn Judith Widmer, eine gebürtige Holländerin, hat sich während Jahrzehnten  für die Rechte der Frauen eingesetzt, zuerst fürs Frauenstimmrecht, später als Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Frau und Politik Schaffhausen und schliesslich jahrelang als Vizepräsidentin von SVF-ADF Suisse. Dank ihren sorgfältigen Aufzeichnungen wurden bei kantonalen und nationalen Wahlen überhaupt erst Frauen und Männer separat erfasst ! Wir wünschen unserem Ehrenmitglied weiterhin gute Gesundheit und viel Freude. Lesen Sie auch die Hommage in den Schaffhauser Nachrichten.

 

 

2021

 

Eidgenössische Abstimmung am 28. November 2021
Volksinitiative für eine starke Pflege - wir gratulieren!

Es war ein hsitorischer Erfolg: 61% der Stimmberechtigten haben auf Anhieb JA gesagt zu dieser wichtigen Initiative.

SVF-ADF hat dieses Anliegen voll  unterstützt, denn es geht um längst fällige dringend notwendige Verbesserungen bei den Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen in diesem typischen Frauenberuf.
SVF-ADF hofft, dass die berechtigten Forderungen in

Aus- und Weiterbildung und besseren Anstellungsbedingungen (höhere Löhne und Vereinbarkeit Beruf und Familie) usw. subito im Bundesparlament umgesetzt werden.
Hier geht es zur SVF
Medienmitteilung hier.

 

 

Frauensession 29./ 30. Oktober 2021
Ein starkes Zeichen für eine feministische Politik

Begeisterung bei der Schlussabstimmung – alle 23 Petitionen wurden angenommen, meistens einstimmig oder mit überwältigendem Mehr! Sie betrafen Arbeit, Gleichstellung im Alter, sexuelle Gesundheit, Digitalisierung, politische Rechte der EinwohnerInnen, Freiwilligenarbeit, Care, Rechtsfragen, Gewalt an Frauen, Frauen in der Landwirtschaft und Wissenschaft, siehe hier Für alle Infos und Film siehe
Website Frauensession.

Monika Stocker, ehemalige Nationalrätin ZH und Initiantin der 1. Frauensession schreibt:

"...Ich war sehr beeindruckt. ...Wenn etwas klar wird in unserem Land: die Frauen werden sich – wer immer sich das erhofft – nie mehr kleinkriegen lassen. Dafür bin ich dankbar...."
Hier geht es zum Interview mit Ursula Nakamura in der Basellandschaftlichen Zeitung.

 

18. September 2021 ab 13.30 Uhr Schützenmatt Bern
Nationale Demonstration - "Hände weg von unseren Renten!"

AHV21 - so nicht!

"Anstatt die zu tiefen Frauenrenten zu verbessern, plant das Parlament mit der Erhöhung des Frauenrentenalters genau das Gegenteil: einen Rentenabbau zulasten der Frauen. Bereits in dieser Herbstsession will das Parlament mit «AHV 21» eine Rentenreform auf Kosten der Frauen beschliessen. Deshalb gehen wir auf die Strasse..."
ganzen Aufruf lesen.

15:00 Bundesplatz: Abschlusskundgebung

SVF-ADF unterstützt dieses Kundgebung.

 

 

16. März 2021
Herzliche Glückwünsche zum 90. Geburtstag

Simone Chapuis-Bischof!

SVF-ADF Suisse gratuliert seiner ehemaligen Präsidentin zu diesem wichtigen Tag. Simone hat sich über viele Jahre hinweg unermüdlich und in den verschiedensten Belangen für die Rechte der Frauen eingesetzt. Bereits als junge Gymnasiallehrerin förderte sie die Bildung der Mädchen und wirkte mit bei Verbesserungen für die Frauen im universitären Bereich. Später engagierte sich Simone Chapuis vor allem für die Fristenregelung und die Gleichstellung der Geschlechter im Allgemeinen. S. Chapuis war lange Zeit Redaktorin des "Bulletin du Grand Conseil Vaudois". Sie war Präsidentin von ADF Vaud war von 1989-1992 Co-Präsidentin und nachher bis 1995 Präsidentin von SVF-ADF Suisse.
Wir wünschen Simone Chapuis viel Freude und Glück.

 

Montag, 15. März 2021

"Hände weg von den Frauenrenten!"

Das nationale Frauen*bündnis Altersvorsorge und SGB appelieren
an den Ständerat.

 "Kurz vor der Debatte im Parlament wurden dem Ständerat heute 314’187 Unterschriften gegen eine AHV-Abbauvorlage auf dem Buckel der Frauen überreicht. Die vorgeschla-gene Rentenverschlechterung für die Frauen hat eine Welle der Empörung ausgelöst. In so kurzer Zeit wurden in der Schweiz noch nie so viele Unterschriften online unterzeichnet. Die Botschaft ist klar: Eine AHV-Reform, welche die Lebensrealität der Frauen ignoriert, ist chancenlos. Die Renten der Frauen sind noch immer über einen Drittel tiefer, als jene der Männer. Die Frauenrenten müssen deshalb steigen, und nicht sinken...hier die Medienmitteilung und Video. SVF-ADF Suisse unterstützt diesen Appell.

 

Sonntag, 7. Februar 2021

50 Jahre Frauenstimmrecht -
endlich ist auch die Schweiz eine Demokratie!

 "Ohne die Emanzipation der Frauen ist der Begriff der Demokratie nur Heuchelei und Lüge“ sagte bereits damals Emilie Gourd aus Genf. Sie war Herausgeberin der viel beachteten Zeitschrift «Mouvement féministe» und 1912 eine Mitbegründerin des Schweizerischen Verbandes für Frauenstimmrecht SVF-ADF Suisse, kurzum der Schweizer Suffragetten...

Im Rückblick auf 50 Jahre Frauenstimmrecht freut sich SVF-ADF Suisse, die heutige Nachfolgeorganisation, über das Erreichte. Stellvertretend für viele damalige mutige Frauen wird SVF-ADF in einem Film
folgende vier Pionierinnen ehren:

Lesen Sie dazu die ganze Medienmitteilung!

 

Beiträge zum Thema:
Kampf ums Frauenstimmrecht! "1971 war es klar, dass wir gewnnen.
SRF TV Radio 1 Zeitblende 6.2.2021:
Martina Koch interviewt alt Bundesrätin Ruth Dreifuss

Seit 50 Jahren dürfen Frauen in der Schweiz abstimmen und wählen. Bis die Männer den Frauen dieses Recht gewährten, brauchte es zwei Volksabstimmungen. 1959, bei der ersten Abstimmung scheiterte das Vorhaben kläglich – zwei Drittel der Männer waren dagegen. Erst beim zweiten Anlauf 1971 kam die Vorlage durch. Was hat sich in diesen zwölf Jahren in den Köpfen der Männer verändert? Wie haben die Frauen das geschafft?

 

"Hüt im Gschpröch" - 50 Jahre Frauenstimmrecht

Schaffhauser Fernsehen 7.2.2021

Zeno Geisseler im Gespräch mit
Martina Munz, Nationalrätin und  mit
Veronika Heller.
Als Juristin und ehemalige Stadträtin hat sich
V. Heller immer sehr für die Rechte der Frauen engagiert. Sie war auch jahrelang Mittglied des Zentralvorstandes von SVF-ADF Suisse.
Der Beitrag  bietet zudem einen ausgezeichneten Rückblick auf die Geschichte des Frauenstimmrechts im Kanton Schaffhausen.

 

50 Jahre Frauenstimmrecht - Wie war es? Was bleibt zu tun?
SRF TV Radiio Regionaljournal 5.2.2021:
Marlène Sandrin interviewt Ursula Nakamura

1909 gründeten die Schweizer Suffragetten den Schweizerischen Verband für das Frauenstimmrecht. Heute heisst die Organisation Schweizerischer Verband für Frauenrechte und setzt sich für die Gleichstellung der Frau ein.
Ursula Nakamura-Stöcklin ist die Co-Präsidentin des Verbands und erzählt im Wochengastinterview warum sie sich jahrzehntelang für Frauenrechte eingesetzt hat.

 

 

Foto Gosteli Archiv
Foto Gosteli Archiv

Die berühmte SAFFA-Schnecke wird heute von vielen benutzt. Dabei geht leicht vergessen, dass es SVF-ADF Suisse war, der 1928 diese zündende Idee verwirklicht hatte!

Tatsächlich protestierten damit die Schweizer Suffragetten, also die Mitglieder von SVF-ADF Suisse, gegen die Verschleppung des Frauenstimmrechts. Alle anderen an der SAFFA, einer Ausstellung über das Wirken der Frauen, beteiligten Frauenorganisationen hatten sich heftig dagegen gewehrt, irgendwelche Forderungen zum Frauenstimmrecht zu stellen.

Empört darüber haben deshalb die SVF-ADF Frauen, allen voran die weitherum bekannte Emilie Gourd aus Genf, spontan diese Riesenschnecke gebaut und sind damit am 26. August 1928 spekgtakulär durch die Strassen von Bern gezogen.

Mehr über die damaligen Mobilisierungsstrategien und Emilie Gourd aus dem Buch "Der Kampf um gleiche Rechte".

Denn 1909 wurde der damalige Schweizerische Verband für Frauenstimmrecht gegründet. 1912  trat er erstmals voll an die Öffentlichkeit. In jenen Jahren bildeten sich auch schweizweit kantonale Sektionen. 
Lesen Sie dazu die spannende Geschichte im Buch

"Der Kampf um gleiche Rechte"!

SVF-ADF Suisse 2009 hat dieses umfassende Werk zu seinem 100 Jahre Jubiläum mit Beiträgen auf Deutsch und Französisch herausgegeben; Schwabe Verlag Basel.