2022

 

 

7. Dezember 2022

Elisabeth Baume-Schneider wird Bundesrätin

SVF-ADF Suised gratuliert Elisabeth Baume-Schneider,der bekannten feministinschen Regierungsrätin aus dem Kanton Jura, zu ihrer Wahl in den Bundesrat. Damit nimmt nun die 10. Frau Einsitz in der höchsten Exekutive der Schweiz.

SVF-ADF wünscht Elisabeth Baume-Schneider ganz viel Erfolg in ihrem neuen Amt, wo es immer auch um den Kampf für die Menschenrechte und insbesondere die Frauenrechte geht.

Gleichzeitig danken wir Eva Herzog, Ständerätin von Basel-Stadt und langjährigen Mitglied von frauenrechte beider basel für ihr grosses Engagement als Bundesratskandidatin und wünschen ihr als wichtige feministische Stimme im Ständerat weiterhin ganz viel Erfolg.

 

5.Dezember 2022
"Nur JA heisst JA"
im Nationalrat

Der Nationalrat stimmt nach einer längeren Debatte der "Nur JA heisst JA" Gesetzesänderung im Sexualstrafrecht zu.

«Wir feiern einen sehr wichtigen Zwischenerfolg...» schreibt Tamara Funiciello. «Dieser Erfolg gehört den unzähligen Aktivist/innen, Expert/innen und Betroffenen sexualisierter Gewalt, die seit Jahren für einen besseren Schutz der sexuellen Selbstbestimmung kämpfen. Nun muss der Ständerat über die Bücher.»

 

18.  und 20. Oktober 2022

 «Nur JA heisst JA»

Revision Sexualstrafrecht – Istanbuler Konvention Art.36 umsetzen!

Medienmitteilung von SVF-ADF
Am 20. Oktober 2022 behandelte die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates
die Revision des Sexualstrafrechts.
Tatsächlich hat diese Kommission der "Nur JA heisst JA Lösung" zugestimmt, ein wichtiger Meilenstein!

SVF-ADFsetzt sich wie auch viele andere Organisationen vehement für eine eindeutige Konsenslösung, die sogenannte «Nur JA heisst JA»-Lösung ein. Nur damit ist das klar geäusserte Einverständnis beider beteiligter Personen gewährleistet, und sexuelle Übergriffe können strafrechtlich verfolgt werden, wie dies die bereits in Schweden geltende Rechtspraxis bestens aufzeigt...mehr hier.

Logo: Amnesty International

 

 

26. September 2022
AHV21 wird mit hauchdünnem Mehr angenommen.
Demo organisiert von SP Frauen Schweiz und anderen Organiationen

vor dem Bahnhof Bern.
Die Anwesenden sind empört,  denn die Frauen haben anders als die Männer mehrheitlich Nein gestimmt, also ein klarer Geschlechtergraben. Konkret heisst dies, dass die Benachteiligungen der weiblichen Bevölkerung nicht ernst genommen werden.
SVF-ADF susise unterstützt die Demo und wird sich jetzt umso mehr für eine verbesserte, berufliche Vorsorge einsetzen. Wir bleiben dran!

 

25. September 2022   eidgenössische Abstimmung

Nein zu einer weiteren Benachteiligung! –
Nein zum höheren AHV-Rentenalter der Frauen!

Auch die NGO-Koordination post Beijing Schweiz , wo SVF-ADF Mitglied ist, lehnt die vorliegende AHV-Reform ab,. Denn damit wird die Alters-armut von Frauen noch weiter verschärft.  Zugleich bleiben drängende Probleme, wie die fehlende Lohngleichheit und die unbezahlte Care-Arbeit, ungelöst. Lesen Sie die
Medienmitteilung hier.

"Wir sagen Nein zu dieser verfrühten und unfairen AHV-Reform. Denn bevor eine Rentenaltererhöhung in Frage kommt, braucht es tatsächliche Gleichstellung in der Arbeitswelt.

Frauen sind im Rentenalter finanziell deutlich schlechter gestellt als Männer... Frauen arbeiten öfter aus familiären Gründen Teilzeit, häufiger in Tieflohnbranchen, leisten mehr unbezahlte Arbeit und verdienen jährlich rund 100 Milliarden weniger am Arbeitsmarkt als die Männer. Die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ein Steuermodell, das Zweitverdienende bestraft, verschärft die Situation weiter..." Hier geht es zur Medienkonferenz vom nationalen Frauenkomitee NEIN zur AHV21 und hier zur Website mit vielen Testimonials! SVF-ADF unterstützt dies vollumfänglich.

Trotz der in Verfassung und Gesetz verankerten Gleichstellung der Geschlechter sind die Frauen im Alltagsleben noch immer massiv benachteiligt.

Damit sich dies ändert, müssten die Männer genau so viel unbezahlte Haus- und Betreuungsarbeit wie die Frauen leisten, müssten bei der Gründung einer Familie  teilzeitlich statt vollzeitig erwerbstätig sein usw.… Leider bestehen jedoch alle üblichen patriarchalen Rollenstereotypen hartnäckig weiter – und da ist es eine masslose Frechheit, das AHV Rentenalter der Frauen zu erhöhen. Wie auch andere Frauenorganisationen sagt SVF-ADF Suisse NEIN dazu.

 

28. Juli 2022

Abschied von Judith Widmer-Straatman

Ehrenmitglied von SVF-ADF

"...Ein Leben für die Rechte der Frauen, für Gerechtigkeit. Geboren und aufgewachsen in Arnhem/NL, kam sie nach dem Krieg in die Schweiz, um sich zu erholen. Später machte sie hier Ferien, lernte den Architekten Heinz Widmer kennen, heiratete und blieb. Der Wermutstropfen: in Holland waren die Frauen seit 1913 stimm- und wahlberechtigt...."  schreibt Veronika Heller in ihrer Würdigungmehr hier.


Samstag, 18. Juni 2022 in Basel
Jährliche Delegiertenversammlung von SVF-ADF suisse
und öffentlicher Anlass

Endlich konnten sich nach dem Lockdown die Delegierten wieder persönlich treffen!

Rückblickend aufs Jahr 2021 war es erstaunlich, dass die Sektion frauenrechte beider basel, frbb, als aktuelle SVF-Präsidiumssektion – trotz Corona - zusammen mit anderen SVF-Frauen einen viel beachteten Film zum Jubiläum 50 Jahre Frauenstimm-recht produzieren konnte. SVF-ADF soll auch weiterhin als nationale Stimme für die Rechte der Frauen national wahrgenommen wird. Die Delegierten dankten frbb und wählten ADF Vaud als Präsidiumssektion ab Januar 2023.

Siehe auch Film zum Event:
"Unsichtbare Stolpersteine für Frauen".

 

Unsichtbare Stolpersteine für Frauen

Die Buchautorin Caroline Criado-Perez schreibt in ihrem Bestseller-Buch «Unsichtbare Frauen»

„Es geht um vermeintlich banale Dinge, die jedoch Frauen auf der ganzen Welt benachteiligen: etwa das Fehlen von sicheren Herden in Küchen, der mangelnde Zugang zu Toiletten, die Temperatur in Büroräumen, die Erprobung von Medikamenten vorwiegend an Männern…“

SVF-ADF hat Expertinnen aus der ganzen Schweiz eingeladen und geht der Sache auf den Grund. Denn genau hier liegen viele unsichtbare Stolpersteine für Frauen,siehe das ausführliche Programm hier!


An diesem anregenden Anlass zeigten Fachfrauen aus den verschiedensten Bereichen zeigten in ihren Referaten auf, wo überall die Frauen nicht wahr genommen werden, also schlicht unsichtbar sind..
Umso wichtiger, dass Frauen endlich sichtbar werden!

Die Reden sind von Moritz Willenegger (Ateliers am Rhein, Unterer Rheinweg 86, 4058 Basel) aufgezeichnet worden.

moritzwillenegger.ch
Hier geht es zum Film. Es lohnt sich!

Rednerinnen:

Prof. Dr. med. Dr. sc. nat. Cathérine Gebhard

Kardiologin und Professorin für Gendermedizin, Universität Zürich

Gendermedizin am Beispiel des Herzinfarktes: kleiner Unterschied mit grossen Folgen

 

Eva Herzog, Dr. phil., Ständerätin Basel-Stadt

und ehem. Finanzdirektorin

Mit verbesserter Datenlage Frauen sichtbar machen
(Motion im Ständerat 2020)

 

Ruth-Gaby Vermot-Mangold, Dr. phil., Präsidentin FriedensFrauen Weltweit und ehem. Nationalrätin

Aus kaputt Hoffnung schaffen?

 

Franziska Matter

Soziokulturelle Grünraumgestalterin, Umweltingenieurin. gelernte Gärtnerin

Raum einnehmen!

 

Sarah Blum

Députée au Grand Conseil neuchâtelois, Présidente du groupe Vert-Pop,

Enseignante d’allemand et d’histoire

Être une femme dans un Parlement majoritairement féminin

Beobachtungen von Gabriele Ewald, Psychotherapeutin und aktiv bei
SVF-ADF,

Seit Jahren fällt G.Ewald auf, dass bei vielem im Alltag immer von den Männern als Norm ausgegangen wird, und die Bedürfnisse der Frauen nicht beachtet werden. Sie hat dies alles gesammelt und ihre Notizen beim SVF-ADF Event auf der Wäscheleine aufgehängt, siehe hier!

Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF rückt in zwei neuen Publikationen junge Frauen* ins Rampenlicht.

In der Ausgabe 2022 der Fachzeitschrift "Frauenfragen" kommen Aktivistinnen zu Wort, die erklären, warum Feminismus, Klima, Anti-Gewalt, Black Lives Matter, sexuelle Gesundheit, Queer Rights oder Care-Arbeit für sie so wichtig sind. Darüber hinaus wird die Situation junger Frauen in der Schweiz anhand von Fakten und Zahlen beschrieben, die in einer umfangreichen Übersicht über die wissenschaftliche Literatur zusammengetragen wurden.

 

2. April 2022

Kundgebung für den Frieden in der Ukraine!

Wir sind zutiefst betroffen über die brutale Gewalt und die unsägliche Not in der Ukraine. Ein breites, überparteiliches Bündnis ruft auf zu dieser grossen Friedenskundgebung. Wir laden Sie herzlich ein, daran teilzunehmen.
Gefordert werden:

  • Frieden jetzt: Die Schweiz soll sich aktiv einsetzen für einen sofortigen Waffenstillstand und den vollständigen Abzug der russischen Truppen…
  • Hilfe für die Betroffenen: Humanitäre Unterstützung und Aufnahme von Flüchtenden, zusätzliche Unterstützung der Frauen, da sie wegen dem Krieg  durch sexualisierte Gewalt stark gefährdet sind....
  • Kein Geld für Putins Regime: Harte Sanktionen gegen das Putin…
  • Friedensförderung auch in Zukunft: Humanitäre Einsätze und eine aktive Friedenspolitik, siehe OSZE und UN-Charta . Weitere Infos hier.

 

5. Februar 2022

HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE!

Judith Widmer-Straatman feiert ihren 100. Geburtstag.

Wir gratuliren unserem Ehrenmitglied ganz herzlich zu diesem ganz speziellen Fest. Denn Judith Widmer, eine gebürtige Holländerin, hat sich während Jahrzehnten  für die Rechte der Frauen eingesetzt, zuerst fürs Frauenstimmrecht, später als Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Frau und Politik Schaffhausen und schliesslich jahrelang als Vizepräsidentin von SVF-ADF Suisse. Dank ihren sorgfältigen Aufzeichnungen wurden bei kantonalen und nationalen Wahlen überhaupt erst Frauen und Männer separat erfasst ! Wir wünschen unserem Ehrenmitglied weiterhin gute Gesundheit und viel Freude. Lesen Sie auch die Hommage in den Schaffhauser Nachrichten.

Lesen Sie dazu die ganze Medienmitteilung!

 

So liegt nun nach den Baslerninnen, frauenrechte beider basel, und den Waadtländerinnen der Stab bei den Neuenburgerinnen für die zukünftigen Aktivitäten und Stellungnahmen von SVF-ADF suisse.

Hier geht es zur Medienmitteilung.

 

Bild: Martine Gagnebin (links) und Josiane Greub beim Vorbereitungstreffen im Oktober 2016 in Bern.